Okay okay, Korrektur. Mein Bruder hat keine Freundin mehr. Sie hat anscheinend gestern Schluss gemacht. Ich weiß auch nicht warum. Ich finde das ganz schön dreist von ihr. Er hat so viel Geld für sie ausgegeben. Hat ihr Ketten und Armbänder und was weiß ich noch alles gekauft. Und dann macht sie Schluss.
Er interessiert sich zwar nicht für mich, aber das heißt nicht, dass er mir egal ist. Er ist ja immerhin mein Bruder. Ich lasse meine Familie nicht im Stich. Egal was passiert, ich werde immer die beschützen, die mir wichtig sind.
So ist das ja auch mit meiner kleinen Schwester. In der Schule hat sie richtig viel Streit mit denen aus ihrer Klasse gehabt. Und ich habe ihr so gut wie es ging geholfen. Als Svenja mal wieder, haha Svenja, von der hört man ihr auch immer wieder was, rum gezickt hat, und meinte sie hasst Annika, meine Schwester, bin ich ausgeflippt. Weil sie kann ja was gegen mich sagen, aber nicht gegen sie, gegen meine Familie. Sie kennt Annika ja nicht einmal. Sie sieht nur das, was sie sehen will. Ja und, Annika hat gerade ihre Rebell-Phase, aber das heißt nicht, dass sie gleich ein schlechter Mensch ist. Sie zieht sich zwar schwarz an, schminkt sich ziemlich stark und derweitigen, aber sie ist immer noch sie selbst. Und das muss ich ja immerhin wissen, denn ich wohne mit ihr unter einem Dach.
Aber das sie soetwas sagt, hat mir den Rest gegeben. Damit hat sie es sich jetzt für immer bei mir verscherzt. Wer gegen meine Familie etwas sagt, verzeihe ich nicht. Und außerdem, selbst wenn ich ihr verzeihen würde, es wird sich nichts ändern. Irgendwann wird es wieder einen Streit geben. Und das werde ich mir nicht noch einmal antun. Mich regt das auf. Sie denkt, sie kann sich alles erlauben. Aber eben, dass ist es ja, sie kann es nicht! Sie macht sich einfach überall Feinde.
Streitet sich mit jeden. Und davon habe ich jetzt einfach genug.
Sie kümmert mich nicht mehr.
Und bei Daniel finde ich das auch Scheiße. Sie hat ihn meines Wissens nicht mal einen Grund genannt. Hat wohl einfach nur gesagt, sie liebt ihn nicht mehr. Toll, das war bestimmt nicht alles. Er hat sie ja förmlich auf Händen getragen!
So lieb wie er zu ihr war, war er noch niemals, aber wirklich niemals, zu mir!
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